Abfallentsorgung
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Informationen zur Sicherung und Rekultivierung
der ehemaligen Hausmülldeponien im Landkreis Märkisch-Oderland

Bilddokumentationen

Über die Einzelheiten der Arbeiten informieren wir in diesen Bilddokumentationen ...

Informationsflyer

Eine Kurzfassung zur Deponiestillegung erhalten Sie in diesen Flyern ...

Bild - der Deponieflyer

  • Siedlungsabfalldeponien geschlossen

Vier Deponien gab es auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Märkisch-Oderland, alle ohne eine sog. Basisabdichtung. Seit 1976 bzw. 1979 bis 1989 nahmen sie alles das auf, was auch in der Mangelwirtschaft der DDR nicht mehr verwertbar war. Auch die enorm gestiegenen Abfallmengen aus den Zeiten des Konsumrausches nach 1989 wurden dort ohne Argwohn hinsichtlich zukünftiger Belastungen abgelagert.

Schon 1999 kam das Aus für die Deponie Wriezen. Seit 2001 werden in Hennickendorf, seit 2004 in Seelow keine Abfälle mehr abgelagert.

  • Späte Erkenntnisse mit langwierigen Folgen

Nahezu regel- und planlos erfolgte bis 1989 die Verkippung. Niemand der über die Jahre für den Deponiebetrieb Verantwortlichen kann ausschließen, dass es immer nur ungefährliche Abfälle waren, die auf den Deponien abgelagert wurde. Das daraus Umweltschäden resultieren können, war nicht auszuschließen.

Einerseits für die Luft durch das klimabelastende Deponiegas Methan, andererseits für das Grundwasser durch das Deponiesickerwasser. Als eine der ersten Überwachungs-maßnahmen wurde und wird über das sog. Grundwassermonitoring die Grundwasser-qualität regelmäßig auf mögliche Schadstoffeinträge kontrolliert.

  • Die TASi – Übergang und Ende

Mit Inkrafttreten der Technischen Anleitung Siedlungsabfall - TASi im Jahr 1993 wurde das Ende der den technischen Anforderungen nicht mehr genügenden Altdeponien eingeleitet.

  • Entscheidung für die Zukunft

Im Übergangszeitraum bis zum 31.12.2005 traf der Landkreis Märkisch-Oderland die Entscheidung, dass die ab dem 01.06.2006 anfallenden Siedlungsabfälle auf den Anlagen der MEAB GmbH in Schöneiche bei Zossen mechanisch-biologisch behandelt werden sollten. Am 31.05.2005 wurde dann auch die letzte, bis dahin noch zur Ablagerung von Siedlungsabfällen aus unserem Landkreis genutzte Deponie in Neuenhagen (bei Bad Freienwalde) geschlossen.

  • Deponien geschlossen - Arbeiten aber lange nicht abgeschlossen

Geblieben sind auf den vier Deponien gut 35 ha Ablagerungsfläche (das sind fast 50 Fußballfelder) und ein Volumen von mehr als 3,8 Mio m³ Abfällen, von denen jetzt und auf Jahre hinaus noch Belastungen für die Umwelt ausgehen können.

  • Sichern, rekultivieren, nachsorgen über Jahre

So lautet die Herausforderung für den jetztigen Eigentümer der vier ehemaligen Deponien, den Landkreis Märkisch-Oderland. Der abgeschlossenen Rekultivierung folgt eine bis zu dreißig Jahre dauernde Phase der Nachsorge und Überwachung.

  • Maßnahmen und technische Höchstleistungen

Die geschlossene Deponien bedürfen einer jahrelangen Nachsorge. Folgende Arbeiten und Einrichtungen sind deshalb notwendig:

  • Die Oberfläche ist abzudichten, um unkontrollierten Austritt von Deponiegas und den Eintritt von Regenwasser in den Deponiekörper zu verhindern. Das Regenwasser ist ordnungsgemäß abzuleiten.
  • Für das noch Jahre nach der Deponieschließung durch den bakteriologischen und chemischen Abbau der organischen Abfälle entstehende Deponiegas Methan sind "Wege" und "Sammelstellen", sog. Gasbrunnen zu errichten, dieses zu fassen, schadlos zu beseitigen und wenn möglich zur Energiegewinnung zu nutzen.
  • Soweit es die geologischen Bedingungen erfordern ist auch das am Boden der Deponien austretende, biologisch nur sehr schwer abbaubare Deponiesickerwasser zu fassen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Das Grundwassermonitoring ist fortzuführen.
  • Die über Jahre andauernde Setzung der Deponiekörper ist zu kontrollieren, wie auch die Veränderungen der "Deponiegasproduktion" und der Sickerwässer. Dazu sind Wartungs- und Wirtschaftswege anzulegen sowie entsprechende Überwachungseinrichtungen.
  • Wer soll das bezahlen …

Sicher, die Betreiber der ehemaligen Deponien hatten über die Jahre Rücklagen zu bilden, die dem Landkreis jetzt noch zur Verfügung stehen. Auch Fördermittel des Landes Brandenburg können genutzt werden. Aber auch die Bürger des Landkreises, deren Hausmüll über die Jahre die Deponien anwachsen ließ, tragen ihren Anteil an den Kosten der Rekultivierung und Nachsorge über einen, in der Grundgebühr enthaltenen Betrag.

  • Millionenbeträge

Insgesamt gut 11,6 Mio EURO sind in den Jahren von 2001 bis 2008 für die Maßnahmen auf den Altdeponien Wriezen , Seelow und Neuenhagen bereits ausgegeben worden. Für die mit einem Ablagerungsvolumen von 2,1 Mio m³ und einer Ablagerungsfläche von 13,4 ha größte Deponie Hennickendorf, deren Sicherung erst im Jahr 2006 begonnen werden konnte, wurden bis zum Abschluss der Rekultivierung im Jahr 2013 voraussichtlich noch weitere 15,5 Mio EURO aufgewendet werden müssen. 11,7 Mio EURO davon sind über Fördermittel abgedeckt worden.

  • Eine Investition für die Zukunft

Mit der Rekultivierung der Deponien kommt der Landkreis Märkisch-Oderland seinen gesetzlichen Verpflichtungen nach, den zukünftigen Generationen in unserem Landkreis ein Stück lebenswerte Umwelt zurückzugeben.

  • Ihre Fragen zur Deponiesanierung

sowie zu weiteren Problemstellungen der Abfallwirtschaft im Landkreis Märkisch-Oderland beantwortet Ihnen Frau Manzke, Tel. 03341 354 7010. Hier finden Sie weitere Kontaktdaten.

aktualisiert: 13.04.2017

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