
Servicestelle für Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser
Gelebtes und kooperatives Miteinander – eine Erfolgsgeschichte braucht Zukunft!
Die Servicestelle für Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser des Landes Brandenburg hat am 10. März die neuen Abgeordneten des Landtages zur Vorstellung des Familienzentrums, als exemplarisches Beispiel für ein gelebtes und kooperatives Miteinander, eingeladen. Das Familienzentrum in Rüdersdorf besteht seit 19. Dezember 2023 und wird vom „Haus Kiebitz" e.V. geführt. Die Vorstellung begann mit der Besichtigung des angrenzenden Eltern-Kind-Zentrums, das vom gleichen Verein geleitet wird. Als nächstes stand der mobile Beratungsbus und eine Präsentation im Familienzentrum auf dem Programm.
Das Land Brandenburg finanziert das Familienzentrum und den Beratungsbus aktuell mit 60.000 Euro im Jahr. Diese Finanzierung läuft bis zum 31. Mai diesen Jahres und die neue Landesregierung wird über die weitere Finanzierung der Familienzentren und Mehrgenerationenhäuser zu entscheiden haben.
Der Landkreis Märkisch-Oderland trägt die Kosten für das Eltern-Kind-Zentrum. Dazu gehören zwei Personalstellen (Leitung des Eltern-Kind-Zentrum´s und aufsuchende Familiensozialarbeit), die Personalkosten für den Alphabetisierungskurs sowie sämtliche Sachkosten und die Miete für das Eltern-Kind-Zentrum. Aus den Bundesmittel im Rahmen der Frühen Hilfen werden Angebote wie die Schreibbabyambulanz und perspektivisch die Eltern-Kind-Gruppe für Mütter/Väter mit psychischen Belastungen und ihren Babys gefördert.
Die Unterstützung durch den Bund, das Land und den Landkreis sowie das Zusammenwirken der Fachkräfte vor Ort mit den Mitarbeitenden des Allgemeinen Sozialen Dienstes und der Erziehungs- und Familienberatungsstelle des Landkreises ermöglichen den barrierefreien Zugang zu den niederschwelligen Angeboten und Hilfeleistungen für die Familien. Dadurch wird bei individuellen Herausforderungen und Belastungen in den Familien frühzeitig mit passenden Angeboten reagiert. Dabei entscheiden die Betroffenen selber, was sie wann brauchen und annehmen. Die Verantwortung bleibt bei den Eltern und Familien. Neben Beratungen und Vermittlungen gehören zu den Angeboten u.a. : Eltern-Kind-Gruppen, das Schwangeren- und Familienfrühstück, PeKiP-Kurse, die Schreibabyambulanz, die regelmäßige Präsenz von Hebammen. Besonders Familien aus belasteten Kontexten profitieren von der engen Kooperation zwischen dem Eltern-Kind-Zentrum und der Schreibabyambulanz.
Das FZ und das EKZ eröffnen nicht nur Räume für niederschwellige Hilfen, sondern gewinnen an Bedeutung als RÄUME für die gegenseitige Unterstützung der im Sozialraum lebenden Familien unterschiedlicher Generationen. Die Eröffnung der Räume in Begleitung der multiprofessionellen Fachkräfte wecken Potentiale bei den Zielgruppen und in der Bevölkerung sich ehrenamtlich zu engagieren.
So finden nicht selten Teilnehmende des Alphabetisierungskurses des Familienzentrums den Weg zum Eltern-Kind-Turnen, zu einem Krabbelkurs oder suchen auch direkt Beratung zu Hilfestellung bei Anträgen und Behörden.
Ein gelungenes Beispiel für inklusive Arbeit ist die Kreativwerkstatt, bei der Familien aus unterschiedlichen sozialen Hintergründen gemeinsam an einem Kunstprojekt arbeiteten. Die Aktivität bietet nicht nur Raum für kreatives Schaffen, sondern förderte auch den sozialen Austausch und das gegenseitige Verständnis.
In diesem Jahr sollen weitere Räume für Begegnung, Bewegung und kulturelle Teilhabe an diesem Standort entstehen wie z. B. ein Winterspielplatz, ein Kreativangebot, ein Musikangebot sowie der Ausbau der Turngruppe auf eine zweite Zeit in der Sporthalle. Der Bau von vielen Hochbeeten wird in Gemeinschaftsarbeit mit dem Familienzentrum sowie der aufsuchenden Familiensozialarbeit entstehen. Unter aktiver Beteiligung von Eltern und Kindern wird gegärtnert, gespielt, getobt und die Natur erfahrbar gemacht.
Kontakt
Jugendamt
Leitung Anna Bökenkamp
Klosterstraße 14
15344 Strausberg









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